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[Sammler: Notgeld]
In Kriegszeiten, wo Geld keinen Wert mehr hatte, wurden die fehlenden Zahlungsmittel u. a. vom Staat oder einem Unternehmen durch das sogenannte Notgeld ersetzt. Dieses Notgeld konnte durchaus ein Gegenstand sein oder eine historische Währung, was heute Sammelleidenschaft entfacht.
Das ausgegebene Notgeld bestand des Öfteren aus ausländischer oder historischer Währung, wie z. B. Goldmark oder US-Dollar. Doch außer Münzen und Geldscheinen sind auch andere Materialien wie Leder, Porzellan, sogar Presskohle oder Leinen als Notgeld gebräuchlich. So wurden 1923 u. a. Geldscheine aus bedruckter Aluminiumfolie als Notgeld herausgegeben. Notgeld wird außerdem nur zum Bezahlen und nicht zur Aufnahme von Krediten genutzt.
Die älteste Form von Notgeld ist der Belagerungsschein, der zum ersten Mal während die Mauren 1483 die spanische Festung Alhama belagerten, ausgegeben wurde.
Die Kassen der Regierungen in den Provinzen waren total leer, so konnten nicht einmal mehr Gehälter oder Löhne an Dienstleister, Beamte oder Angestellte gezahlt werden. So bekamen die Leute anstatt argentinischer Pesos, Patacones (Schuldverschreibung), die sie dann später in reguläre argentinische Währung eintauschen konnten.
In den Jahren von 1975 bis 79 war Münzgeld in Italien äußerst knapp. Banken und Firmen blieb nichts anderes übrig, allerdings nur in der Region begrenzt, als Miniassegni (Anweisung bzw. Scheck) in Umlauf zu bringen, die als bares Geld genutzt werden, konnten.
In dieser Zeit, bis die neue Währung die D-Mark eingeführt wurde, war Notgeld in Form von Zigaretten angesagt und galt als inoffizielle Zahlung, indem die Einheiten je nach Päcken oder Stangen verrechnet wurden.
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