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[Garten: Heilkraut Spitzwegerich]
Die heilende Wirkung des häufig an Wegrändern vorkommenden Spitzwegerichs (Plantago lanceolata) ist seit langer Zeit bekannt. Entsprechend handelt es sich um eine anerkannte Heilpflanze, die Bestandteil einer Vielzahl von Arzneimitteln ist.
Spitzwegerich stammt ursprünglich aus Europa und ist heute weltweit verbreitet. Er kommt an Wegrändern, auf Wiesen und Rasen sowie Äckern vor.
Spitzwegerich verbreitet sich vegetativ über Wurzelsprosse. Die sexuelle Vermehrung erfolgt über die Bildung von klebrigen Samen, die durch die Anheftung an Tiere und andere Gegenstände verbreitet werden.
Getrocknetes Spitzwegerichkraut wird zur Herstellung von Tee sowie pulverisiert als Salbenbestandteile verwendet. Als Extrakt kommt es in Dragees und anderen festen Arzneiformen zum Einsatz. Spitzwegerichsaft wird aus den frischen Spitzwegerichblättern abgepresst. Spitzwegerichsirup wird durch Kochen der Blätter und Blüten mit Zucker hergestellt.
Spitzwegerich wird primär zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege (Katarrh, Asthma, Bronchialentzündung, Lungenentzündung) genutzt. Für diese Anwendung steht eine Vielzahl an Arzneimitteln zur Verfügung.
Spitzwegerich lässt sich bei entzündlichen Veränderungen der Haut wie Neurodermitis, Entzündungen, Geschwüren, kleinen Wunden und Insektenstichen einsetzen. Weiterhin lassen sich Magenschleimhautentzündung und Durchfall behandeln.
Das Iridoidglycoside Aucubin und Catalpol haben antibakterielle Wirkung, die durch Erhitzen zerstört wird. Entsprechend finden sich die Wirkstoffe in ihrer aktiven Form ausschließlich im Frischpflanzenpresssaft.
Die Blätter des Spitzwegerichs lassen sich vor der Blüte als Gemüse einsetzen. In diesem Zusammenhang ist der hohe Gehalt an Vitamin C und die verdauungsfördernde Aktivität von Bedeutung.
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