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[Gesundheit & Naturheilkunde]
[Pille]
Seit etwa 50 Jahren gilt die Antibabypille, kurz Pille genannt, als sicherste und am meisten angewandte Verhütungsmethode gegen eine Schwangerschaft. Dieses Präparat, bestehend aus den weiblichen Hormonen Östrogen und Gestagen, wird oral verabreicht.
Das erste Mal aufgetreten ist sie bereits in den 20er und 30er Jahren, hatte allerdings damals schon einen sehr schweren Start, Die erste Pille kam erst 1961 nach Deutschland und ganz Europa. Produziert hat die Pille Anovlar die Schering Forschung.
Unten den Verhütungsmitteln der Pille unterscheidet man die Einphasen; Zweiphasen und Dreiphasen Pille. Dann gibt es dabei noch die Mikropille, auch dabei muss man unterscheiden zwischen der Mikropille mit dem Einnahmsschema 21/7 und die Mikropille mit dem Einnahmeschema 24, und zusätzlich noch die Minipille.
Bei der Einphasen Pille enthält jede Pille die gleiche Menge an Hormonen. Die Zweiphasen Pille enthält im ersten Zyklusabschnitt nur Östrogen und im zweiten Abschnitt vom Zyklus eine Kombination von Östrogen und Gestagen. Die Dreiphasen Pille hat drei unterschiedliche Dosierungen die unterschiedliche Hormone enthalten. Diese sind dann auch in den Packungen durch unterschiedliche Farben ersichtlich.
Die Mikropille hat eine sehr geringe Dosierung und besteht auch aus der Kombinationsmischung Östrogen und Gestagen. Jedoch wirken die beiden Hormone so stark das keine Schwangerschaft eintreten kann. Der Östrogengehalt muss weniger als 50 Mikrogramm haben.
Dabei handelt es sich um die typische Einnahme der Pille bei 21 Tagen. Nach diesen 21 Tagen wird eine Pause von 7 Tagen eingelegt, denn normal muss dann in den 7 Tagen auch die Menstruationsblutung eintreten. Nach der Pause, also am 29. Tag beginnt wieder die Einnahme der Pille.
Bei dieser Mikropille befinden sich 28 Tabletten in der Packung, diese müssen auch bis zuletzt eingenommen werden. Jedoch haben 24 von den 28 Tabletten die Hormonmischung von Östrogen und Gestagen und danach kommen 4 Tabletten ohne Hormone. Die Regelblutung setzt dann übliche weise in diesen 4 hormonfreien Tagen ein.
Die Pille wird auch Ovulationshemmer genant, denn sie wirkt in dreifacher Form gegen eine Schwangerschaft. Das soll heißen sie hemmt einen Eisprung, sie verändert den Schleimpfropf im Gebärmutterhals, damit die Spermien nicht mehr durchdringen können. Und der dritte Faktor ist, das sie den monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt, damit sich keine Eizelle einnisten kann.
Nein die Pille wirkt lediglich vor einer Schwangerschaft, jedoch nicht vor Krankheiten wie Aids oder anderen Geschlechtskrankheiten. Deshalb sollte unbedingt ein Kondom beim Geschlechtsverkehr mit benutzt werden. So besteht der rundum Schutz.
Ja die Pille ist das sicherste Verhütungsmittel, wenn sie richtig eingesetzt wird, das heißt, eine regelmäßige Einnahme ohne sie zu vergessen. Bei Durchfall oder Brechkrankheiten sollte lieber auf den Geschlechtsverkehr verzichten werden, oder zusätzlich anders verhütet werden, dies gilt, auch wenn andere Medikamente wie Antibiotika eingenommen werden müssen. Wird dies alles beachtet, ist die Pille auch sicher. So sagt es auch der Pearl Index aus, denn er liegt bei 0,1 – 0,9.
Die Pille danach sollte immer genommen werden, wenn ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Dabei handelt es sich nicht um die eigentliche Pille, sondern muss diese Pille vom Arzt verschrieben worden sein. Bei der Pille danach kommt es immer drauf an, wann sie nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Je früher umso besser ist es. Das heißt, innerhalb von 24 Stunden nach der Panne wirkt sie noch zu 95%, bei 24-48 Stunden sinkt die Wirkung schon auf 85% und bei einer Zeitspanne von 48-72 Stunden hat sie nur noch eine Wirkungswahrscheinlichkeit von 58%.
Nebenwirkungen treten bei der Pille sehr selten auf, es kann allerdings zu Zwischenblutungen in den ersten Monaten kommen. Auch treten Stimmungsschwankungen auf oder Kopfschmerzen. Auch der Körper kann sich im Aussehen verändern. z.b durch Gewichtszunahme.
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