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[Geschichte Personen: Bismark]
Fürst Otto von Bismarck (1815-1898) bekannt als der „Eiserne Kanzler“, ging als erster Reichskanzler (1871-1890) des Deutschen Reiches, dessen Gründung er mit veranlasst hatte, in die Geschichte ein. Er war für seine konservative Politik bekannt, u. a., war er gegen die Gleichstellung der Juden.
Durch seine Kriegspolitik, die sozusagen durch „Blut und Eisen“ hervorgerufen wurde, gelangte Preußen an die erste Stelle von Kontinental-Europa. Bismarck wurde zum Helden des Volkes und zum ersten Kanzler, in dem von ihm gegründeten Deutschen Reich. Er kämpfte für soziale Erneuerungen und gegen die katholische Kirche und Sozialisten.
Während er sein Gut in Hinterpommern leitete, wurde sein Engagement in der Politik immer größer. Als konservatives Mitglied im preußischen vereinigten Landtag war er ein Verteidiger der Monarchie. Dementsprechend stand er während der Revolution 1848 zum preußischen König Friedrich Wilhelm IV., der sich Bismarck nach der Beendigung des Volksaufstandes, zu Dank verpflichtete.
In seiner, in die Geschichte eingegangene Rede, vor dem preußischen Landtag, zeigte er auf, dass er nichts von Reden und Beschlüssen hielt, um Preußen eine Vormachtstellung zu bringen, sondern nur „Eisen und Blut“. Krieg war für Bismarck damit das einzige Mittel zum Handeln.
Die Bevölkerung wurde nationalbewusster, sein guter Grund seine Erweiterungs- und Kriegspolitik voranzutreiben. Seine erste Chance zur Ausübung bekam er, als es zum Konflikt zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein kommt und Bismarck das Militär einschaltet. Als Nächstes gehen die Preußen im Bruderkrieg mit Österreich 1866, als die Sieger hervor. Ein weiterer Schritt ist der Streit um den spanischen Thron, der 1870 zum Deutsch-Französischen Krieg führt, wobei Bismarck dafür sorgte, dass Frankreich den Krieg erklärte.
Nach dem Sieg über Frankreich wurde am 18. Januar 1871 Wilhelm I. zum deutschen Kaiser gekürt und gleichzeitig der deutsche Nationalstaat erklärt. Bismarck wird nun zum ersten deutschen Reichskanzler. Deutschland bekommt bald durch sein starkes Militär und die schnell gedeihende Industrie, die wirtschaftliche, wie politische Vormachtstellung in Europa. Doch sein Kampf gegen Sozialisten und gegen die katholische Kirche sorgt für harte Diskussionen. Als 1888 Wilhelm II. zum Kaiser wird, sind Bismarcks Tage gezählt, denn dem neuen Kaiser ist Bismarck zu mächtig. Letztendlich führte diese Tatsache im März 1889 zu Bismarcks Rücktritt als Reichskanzler.
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