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[Geschichte dt.Kanzler: Kohl]
Der Kanzler der Einheit hat deutsche Geschichte über Jahrzehnt geprägt und die europäischen Einigungsprozesse mitgeprägt. Unumstritten war seine Person nie, dennoch gehört er mittlerweile zu den großen Figuren der deutschen Geschichte.
1969-1976 war Helmut Kohl Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Danach saß er der CDU-Fraktion im Bundestag vor.
Helmut Kohl war 1947 als Mitbegründer der Jungen Union tätig. Die Ziele waren dieselben wie die der Unionsparteien. Erst 1950 auf dem Gründungsparteitag der CDU etablierte sich die Junge Union als Jugendabteilung der Unionsparteien, die früh schon Reformen in der Partei forderte.
Seit der Biografie seines Sohnes Walter weiß man, dass Kohl sein Familienleben akkurat inszenierte, obwohl das Familienleben der Kohls nie intakt war und nach dem Tod Kohls Frau Hannelore zerbrach.
Schon 1973 setzte sich Kohl gegen seinen Rivalen Rainer Barzel durch und übernahm den Parteivorsitz in der CDU. Den Parteivorsitz behielt er bis 1998, als er ihn mit der Abwahl als Bundeskanzler zur Verfügung stellte.
Nach der verlorenen Wahl 1998 wurde die CDU von einer Parteispenden-Affäre gebeutelt, bei der auch Helmut Kohl betroffen war, bis heute gab er die Herkunft von 1,5 Millionen D-Mark nicht preis, die er von einem unbekannten Spender erhalten haben soll. Seit jener Zeit ist der Ruf Helmut Kohls beschädigt.
Helmut Kohl war maßgeblich an der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten beteiligt, die 1989 beschlossen wurde. Manche Kritiker schreiben ihm eine eher zufällige Rolle zu, die Einigung wäre zwangsläufig gewesen und wäre auch ohne Kohl zustande gekommen.
Seit längerer Zeit engagiert sich Helmut für die Aufarbeitung des SED-Regimes und seiner Folgeschäden. Er zeichnete auch als Mitbegründer des „Bürgerbüro Berlin“ und des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
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