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[Sport: Judo]
Als sanfte Kampfmethode wurde Judo in Japan entwickelt, in der westlichen Welt ist es als Kampfsport zu einer riesigen Bewegung geworden, ein Sport, den Millionen Menschenregelmäßig ausüben, nicht nur zur Fitness, auch zur Ausbildung der Geistes.
1882 gründete Jigoro Kano eine Judo-Schule in Japan, in der eine vom ihn entschärfte Form des Jui-Jitsu mit dem Namen Judo lehrte.
Ziel ist es, den Gegner mit einem erlaubten Griff oder Wurf dem Rücken zu Boden zu Fall zu bringen und ihn dort für 25 Sekunden zu halten.
International wird bei Wettkämpfen eine Mattengröße von 8x8 Metern gefordert, in der Regel liegt die Größe zwischen 7 und 10 Metern im Quadrat.
Jigoros Absicht bei der Entwicklung des Judo war nicht nur, eine sanfte Kampftechnik zu entwickeln, er wollte auch eine Technik schaffen, die neben dem Körper auch den Geist trainiert und so zu einer geistigen Lebenshaltung werden sollte.
Farbige Gürtel, die Kyú genannt werden, können von Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren erworben werden. Für jeden Gürtel sind Prüfungen abzulegen. Mit 16 Jahren kann man den ersten Dan erringen, den schwarzen Gürtel. Bis zum 5.Dan ist der Gürtel schwarz, höhere Grade tragen den rot-weißen Gürtel, die Meistergrade tragen den roten Gürtel, der nur sehr selten vergeben wird. Der höchste Rang ist der 10., rote Dan.
Die Techniken sind Wurf-, Boden-, Fall- und Schlagtechniken, wobei letztere nur selten zur Anwendung kommen.
Bei den olympischen Spielen 1964 in Tokio war Judo erstmals bei den Spielen zugelassen.
Leicht erkennen lässt sich das an den vielen großen Titeln wie Weltmeister und Olympiasieger, die deutsche Judoka nahezu regelmäßig erringen, als letzter Olympiasieger wäre Ole Bischof zu nennen.
Deutschland hat eine weit zurückreichende Tradition, über Deutschland erreichte der Judosport Europa. Judo wurde erstmals von japanischen Soldaten in Deutschland eingeführt und auf Wunsch Kaiser Wilhelms auch in der deutschen Armee gelehrt.
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