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[Technik: Straßenbahnen]
Fast jede größere Stadt hatte im Laufe ihrer Stadtgeschichte eine Straßenbahn, oft existiert sie nicht mehr, nur in Großstädten gehören sie noch zum Straßenbild. Dabei üben die Straßenbahnen eine ähnlich starke Anziehungskraft aus wie ihre großen Verwandten, die Züge.
Vor der elektrischen Straßenbahn gab es bereits in einigen Städten die Pferdebahn, die im Prinzip gleich funktionierte, nur zogen Pferde die Wagen über die Gleise.
In erster Linie existieren die elektrischen Straßenbahnen, Pferdebahnen sind praktisch verschwunden, eine Sonderform sind Dampfstraßenbahnen, die nur sehr selten eingesetzt werden. In Asien begegnet man auch gelegentlich der Kulibahn, die von Menschen gezogen wird, was nur machbar ist, wo Arbeitskraft wenig wert ist.
Von 1930 bis in die 1960er Jahre kauften amerikanische Autokonzerne unter Führung von GM im großen Stil Städtische Straßenbahnbetriebe auf, um die Straßenbahnen stillzulegen. Ziel war es, die Autoindustrie zu stärken. Als diese Praxis gerichtlich untersagt wurde, waren bereits 32000 Straßenbahnzüge von ursprünglich 37000 verschrottet. Die Rechnung ging nicht ganz auf. Busse ersetzten die Straßenbahnen.
1911 nahm die erste Niederflurstraßenbahn in New Yorker Straihren Betrieb auf. Eine ganze Strecke auf dem Broadway wurde komplett auf den Niederflurbetieb umgerüstet. 1914 fuhr die erste deutsche Niederflubahn in Berlin. Heute ist die Niederflurtechnik in Straßenbahnen und auch im Busverkehr die Standardtechnik.
Unterpflasterbahnen sind Straßenbahnlinien, die Ganz oder teilweise unterirdisch und so ungestört von Verkehr verlaufen. Der gleiche Begriff wird auch für U-Bahnen verwendet. In manchen Fällen kann die Straße über der Straßenbahn-Trasse verlaufen, für den Verkehr ist diese Bauweise sehr vorteilhaft, technisch allerdings weitaus anspruchsvoller. Man denke nur an die Budapester Metro, die unter der Donau hindurch geführt wird.
Besonders Straßenbahnschienen sind schmutzanfällig. In regelmäßigen Abständen müssen sie gereinigt werden, vor allem im Weichenbereich. Dazu werden Schienenreinigungsfahrzeuge eingesetzt, die sowohl auf Schienen als auch auf der Straße fahren können.
Oft sieht man sie heute noch an älteren Häusern, die Oberleitungsrosette, eine gusseiserne Halterung , die innerstädtisch an Hauswänden angebracht wurde, um die Oberleitung zu verankern, wenn es nicht möglich war, Masten für die Leitung aufzustellen. Die Rosetten wurden in der Anfangszeit der elektrischen Straßenbahn besonders kunstvoll ausgeführt.
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