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[Luftfahrt: Fluggesellschaften]
Wenige Transportformen nahmen in den letzten Jahren eine solch rasante Entwicklung und Wandlung wie der Passagiertransport durch Fluggesellschaften. Von der einst exklusiven Reise ist der Flug heute zum Massenverkehrsmittel für jedermann geworden, zudem weitaus sicherer als das Auto.
Schon 1909 gründete Ferdinand Graf Zeppelin die erste Fluggesellschaft, die DELAG, die von 1910 bis 1913 34000 Passagiere beförderte. Die DELAG betrieb auch Postflugzeuge.
1919 wurde die „deutsche Luftreederei“ gegründet, die 1926 in die Lufthansa überging.
Die „Royal Air Force“ baute nach dem Krieg Kriegsflugzeuge für zivile Zwecke um und bot einige Zeit Post- und Passagierflüge an, jedoch nur, um die Zeit zu überbrücken, in der in Großbritannien noch keine zivile Fluggesellschaft bestand.
Charles Lindberghs Atlantikflug 1927 führte zu einer großen Flugbegeisterung unter den Amerikanern. Bereits 1928 ließen sich in den USA doppelt so viele Menschen im Flugzeug transportieren als im gesamten Europa.
In Europa waren Luftgesellschaften wie Air France, Alitalia und auch die Lufthansa ganz oder teilweise in Staatsbesitz. Durch das Aufkommen privater Fluggesellschaften mussten sich die staatlich regulierten Fluggesellschaften dem Markt öffnen und privatisiert werden, um konkurrenzfähig zu bleiben.
In den 1970er und 1980er-Jahren stieg sie Zahl der Charterfluggesellschaften stark an, die nur nach Bedarf Flüge durchführte und keine Linienflüge absolvierten.
1971 nahm die „Southwest-Airline“ in den USA den Betrieb als Billigflieger auf. 1991 übernahm „Ryanair“ sehr erfolgreich dieses Konzept, das von Umweltschutzorganisationen hart kritisiert wird. Durch den Abbau von Kosten, die unter anderem auch Komfort verursacht, wird der Preis der Flüge so weit gedrückt, dass der Flug weitaus günstiger wird als eine Bahnfahrt.
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