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[Garten: Spätblüher]
Wenn die Hitze des Sommers nachlässt und der Herbst beginnt, fangen die Spätblüher an ihre Blütenpracht zu entwickeln. Diese schmücken nun jeden nur erdenklichen Ort.
Die Goldrute wurde aus Nordamerika eingeführt. Einst als Zierpflanze importiert ist sie heute zur Plage geworden. Diese Staute mit ihren gelben Blütenständen und den dichten Wuchs verdrängt die einheimische Vegetation und gilt heute als Unkraut.
Spätblüher blühen, bis der Frost es nicht mehr zulässt. Einige Arten bringen immer neue Blüten hervor, selbst wenn schon geringe Minusgrade das Wetter bestimmen. Diese sind eine willkommene Ergänzung für jeden Blumenliebhaber.
Die Herbstzeitlose, ist der Einzige, aus einer Zwiebel wachsende, Spätblüher unseren Breiten. Im zeitigen Sommer schiebt er nur seine Samenstände aus dem Boden. Im September beginnt die Blütezeit und streckt sich bis in den Oktober hin.
Im Spätsommer und Herbst sammeln die Bienen den Pollen von Spätblühern, als Futter für die Winterbienen. Das sind die Bienen, welche den Winter überdauern und damit eine neue Generation fürs nächste Jahr bilden. Ist das Angebot an Spätblühern nicht ausreichend, können ganze Bienenvölker absterben.
Die Imker gleichen das Angebot aus, in dem sie die sogenannten Bienenweiden anlegen. Sie säen Spätblüher an, die den Bedarf der Bienen an Pollen decken. Eine gute Pflanze wäre die Phacelia.
Das Heidekraut, auch Erika genannt, wächst überall. Auch an den unwirklichsten Standorten kann man sie flächendeckend finden. Im Spätsommer und Herbst überdeckt diese, mit ihren vielen Blüten, große Flächen. Ihre Blüten und Spitzen werden dann auch als Naturheilmittel verwendet.
Für Gärtner und Blumenliebhaber sind Spätblüher interessant, weil sie nach dem Blütenreichtum des Sommers eine Lücke schließen. Spätblüher verkürzen die Zeit, bis die ersten Frühblüher wieder ihre Pracht aus dem kalten Winterboden recken. Aber auch für die Insekten sind diese ein willkommener Platz zur Futtersuche vor dem Winter.
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