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[Garten: Schädlinge im Garten]
Im Garten werden Obst, Gemüse und Blumen für private und gewerbliche Zwecke kultiviert. Dabei treten in Abhängigkeit von den angepflanzten Kulturen verschiedene Schädling auf, die den Ertrag deutlich mindern können.
Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) wurde als „Saboteur in amerikanischen Diensten“ nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetischen Besatzungszone bezeichnet. In dieser Zeit vermehrte sich der Käfer sehr stark; um 1950 war fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Anbaufläche befallen. Diese Situation wurde seitens der Führung für antiwestliche Propagandazwecke genutzt, indem sie sagte, dass der in den USA gezüchtete Käfer als biologische Waffe und zur Sabotage der Landwirtschaft aus amerikanischen Flugzeugen gezielt abgeworfen werde.
Bei diesem Schädling handelt es sich um die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae), die gelblich-grün, orange oder rotbraun gefärbt ist. Sie sticht bevorzugt auf der Blattunterseite in der Nähe der Blattadern die Blattepidermiszellen an und saugt den Zellsaft aus. In die ausgesaugten Zellen dringt Luft ein, so dass diese gelblich-weiß bis silbrig erscheinen. Das Blatt wirkt zunächst gesprenkelt, wird dann graubraun und vertrocknet. Die Milben bilden ein Gespinst um die und in der Pflanze, in dem sie als sich bewegende Punkte erkennbar sind. Unter den Blumen werden viele verschiedene Arten befallen.
Ja. Die von den Wühlmäusen geformten Erdhaufen sind etwas kleiner als die Haufen der Maulwürfe, das Loch findet sich am Rand und nicht in der Mitte. Wühlmäuse bilden breite und hochovale Gänge, während die der Maulwürfe kleiner und breitoval sind.
Der Fensterfraß, bei dem die Pflanzenzellen bis auf die obere und untere Haut (Epidermis) gefressen werden oder bei dem nur das obere Blattgewebe abgeschabt ist, wird durch Erdflöhe hervorgerufen. Hierbei handelt es sich um verschiedene Arten der Gattung Psylliodes.
Ein sehr großes Problem im Salatanbau sind die Blattläuse, von denen es verschiedene Gattungen und Arten gibt. Am häufigsten finden sich die Große Johannisbeerlaus, die Grüne Pfirsichlaus und die Gestreifte Kartoffellaus. Die Blattläuse stechen die Blattzellen an und saugen den Saft aus, es kommt zur Verkrüppelung der Blätter. An den Stichstellen können sich Pilze ansiedeln. Den größten Schaden stellt jedoch die Anwesenheit der Tiere zwischen den Blättern dar – sie sind eine Verschmutzung des Ernteguts.
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