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[Geschichte: Mittelalter]
Die Zeit zwischen Antike und Neuzeit, genannt das Mittelalter, in der Zeit vom 6. bis 15. Jahrhundert, veränderte nach der griechisch-römischen Übermacht sowohl die Kultur als die Politik in Europa. Der Feudalismus, d. h. der Grundbesitzer besaß Land und die Bauern (Leibeigenschaft), wurde die Wirtschafts- und Gesellschaftsform des Mittelalters.
Im Europa des Mittelalters herrschte eine Gesellschaft, die sich in Stände, d. h. in unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen spaltete und durch Vorrechte und Benachteiligungen (Grundbesitzer und Leibeigene) eindeutig unterschied.
Als „medium Aevum“ (mittleres Zeitalter) wurde dieser Ausdruck im 14. Jahrhundert von italienischen Humanisten geprägt. Sie wollten damit das Bewusstsein für die beiden folgenden Jahrhunderte als die Zeit der Wiedergeburt (Renaissance) aufzeigen. Denn gemäß den zeitgenössischen Humanisten war das Mittelalter eine Ära des Untergangs und des Verfalls, ausgelöst durch den Einfall germanischer Völker, die für die Beendigung des Weströmischen Reiches verantwortlich waren. Es galt den Stand der Entwicklung von Griechen und Römer der Antike, in Sprache, Literatur, Technologie und Zivilisation wieder zu erlangen.
Das Mittelalter vor der Reformation umfasst in erster Linie die Historik des christlichen Abendlands oder Okzident, dem westlichen Teil Europas, dazugehört Iberien, Italien, Frankreich, England und Deutschland. Denn der Begriff findet sich außerhalb von Europa in keiner Kultur.
Diese Zeitspanne umfasst das Frühmittelalter. Es war die Zeit der Merowinger, Karolinger und der Völkerwanderung. Die Völkerwanderung begann in der Spätantike und gilt als Verbindung von Antike und Mittelalter. Das Frühmittelalter beginnt im Jahr 568, als die Langobarden in Italien einfielen.
Anfang des 10. Jahrhunderts bis etwa 1250, im Hochmittelalter, hatten Ottonen, Salier und Staufer das Sagen. Es war die Ära der römisch-deutschen Kaiser und der Ritter. Europa war wieder stark und die Bevölkerung wurde dichter. Handel und Handwerk lebten auf und auch die Bildung beschränkte sich nun nicht mehr nur auf die Kirche. Es war ebenso die Zeit der Kreuzzüge.
Die Zeit von etwa 1250 bis 1500 war dem Spätmittelalter zuzurechnen, wo in den Städten sich das Bürgertum bildete und die Geldwirtschaft ihren Lauf nahm. Die christlichen Länder der Iberischen Halbinsel eroberten ihren Boden zurück, während das byzantinische Reich im Jahr 1204 schrittweise immer mehr verfiel.
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