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[Geschichte Kriege: Vietnamkrieg]
1965 bis 1973 führten die USA einen der bittersten Krieg ihrer Geschichte. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges griffen sie in den Nord-Süd-Konflikt in Vietnam ein, mit fatalen Folgen für alle Beteiligten.
Der Vietnamkrieg fand mitten im kalten Krieg statt, ihm lag auch dieselbe Problematik zugrunde. Ein Krieg zwischen Kommunisten im Norden und Antikommunisten im Süden interpretierten die USA als Bedrohung ihrer Interessen und verstärkten Ihre Militärpräsenz vor Südvietnam und griffen aktiv in den Krieg ein. Die Sowjetunion und die Volksrepublik China unterstützten derweil den kommunistischen Norden Vietnams.
Ein Kriegsschiff der USA-Flotte soll von nordvietnamesischen Schnellbooten angegriffen worden sein, eine Falschinformation, die Präsident Johnson dazu bewog, aktiv in den vietnamesischen Bürgerkrieg einzugreifen.
Die amerikanischen Streitkräfte waren zwar technisch weit überlegen, sie hatten es aber mit unerfahrenen, teilweise sehr jungen Soldaten zu tun und der Situation, dass ihr Gegner aus dem Urwald heraus kämpfte und so für die Soldaten weitgehend unsichtbar blieb.
Der Krieg offenbarte sich der Weltöffentlichkeit als ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung, das brachte auch die eigenen Landsleute gegen ihn auf, die Unterstützung der Soldaten aus der Heimat blieb aus.
Jahrzehnte nach dem Krieg konnte immer noch nicht alle Munition geräumt werden, Unfälle mit Blindgänger-Munition sind auch heute noch an der Tagesordnung. Das hochgiftige Entlaubungsmittel Agent Orange, das in Vietnam von der US-Army eingesetzt wurde, ruft auch heute noch gesundheitliche Schäden hervor.
Das Dorf My Lai wurde von einer US-Einheit überfallen und nahezu alle Menschen wurden bestialisch ermordet. Nur ein US-Hubschrauberpilot konnte mit Waffengewalt dem Massaker ein Ende setzen und konnte einige Zivilisten evakuieren. Lediglich der Befehlshaber wurde für dieses Verbrechen zur Rechenschaft gezogen, er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde nach 3 Jahren von Präsident Nixon begnadigt.
Es war der kommunistische Norden, der selbst der amerikanischen Armee standhalten konnte und den Süden übernahm.
Nordvietnam richtete nach kommunistischem Vorbild Umerziehungsmaßnahme ein und regierte mit harter Hand den Süden. Viele Menschen versuchten über das Meer zu fliehen. Diese Flüchtlinge wurden als Boatpeople bekannt. Die kleinen, überfüllten Boote, mit denen die Menschen fliehen wollten, waren für die offene See nicht geeignet, die Menschen konnten teilweise von militärischen und zivilen Schiffen auf See gerettet werden.
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